Archiv für Dezember 2010

postheadericon Extended Enterprise – das Unternehmen von morgen

Extended EnterpriseTim Cole zeigt in seinem neuen Buch “Unternehmen 2020 – das Internet war erst der Anfang” anhand von vielen Beispielen, in welcher Geschwindigkeit Unternehmen sich heute wandeln. Er spricht dabei von der digitalen Transformation der Wirtschaft.

Wir leben in einer faszinierenden Zeit, in der immer schneller Grenzen verschwinden. So wurde jetzt vom russischen Regierungschef Putin eine europäisch-russische Freihandelszone vorgeschlagen – vor 20 Jahren wäre dies noch undenkbar gewesen.

Der Wandel vollzieht sich mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit, die vielen Veränderungen kann man kaum mehr im Ganzen erfassen. Möglich wird dies durch die digitale Evolution (Internet, Twitter, Blogs, youtube und vieles mehr), die Grenzen eben in unglaublicher Geschwindigkeit verschwinden lässt.

Die Folge ist aber auch, dass Unternehmen vor ganz neuen Herausforderungen stehen. Tim Cole bezeichnet dies als „Extended Enterprise“ – durch die Transparenz, Informations- und Kommunikationstechnik lassen sich Grenzen zwischen Unternehmen auflösen.

  • Schon heute spielt es z.B. keine Rolle mehr, wo ein Mitarbeiter sitzt; er kann sich von seinem Homeoffice einfach in die Netzwerke des Unternehmens bzw. der Kunden einloggen und ist damit virtuell vor Ort.
  • Aber auch Produkte können zu jeder Zeit, an jedem Ort von Menschen in Echzeit beurteilt oder auch verglichen werden. Mit dem iPhone App „woabi“ z.B. scannt man den Barcode der Ware und erhält sofort den Preis, die Produktbeschreibung und einen Preisvergleich von unterschiedlichen Anbietern dieses Produkt.

Die große Community macht es möglich. Eine noch nie dagewesene Transparenz. Über schlechte ebenso wie über herausragende Leistungen wird somit in Echtzeit an tausende Personen über Twitter, Facebook oder andere Social Media Kanälen informiert. Unternehmen, die diese Chance erkennen, können also ganz neue Käufer und Absatzmärke erreichen.

Nicht jedes Unternehmen kann aber das notwenige Know-how haben, man ist also gezwungen, Kooperationen einzugehen. Neudeutsch wird diese Entwicklung auch Koopertionswettbewerb bzw. Coopetition bezeichnet. Wiki beschreibt Coopetition als:

“Marktphänomene, bei denen eine Dualität aus Kooperation und Wettbewerb besteht und das Handeln der Marktteilnehmer beeinflusst, ohne dass diese explizit kooperieren. Ein Sonderfall dieser Situationen ist die gezielte, organisierte Kooperation auf der gleichen Wertschöpfungsstufe (horizontale Kooperation), während die Kooperationspartner auf dem Markt für das Endprodukt in Wettbewerb zueinander stehen. Kooperiert wird dabei meist in den Bereichen “Forschung und Entwicklung” oder “Produktion”, während in den anderen Bereichen die Unternehmen in ihrer Rolle als eigenständige Wettbewerber verbleiben und am Markt auftreten”.

Eines der führenden Unternehmen hierbei (im Bereich der Coopetition) ist die TMG Technologie Management Gruppe. TMG ist der Meinung, dass es durch die Vernetzung sogenannte „Entstehungsmärkte“ gibt und nur diejenigen Unternehmen erfolgreich sind, die vernetzt arbeiten. Dadurch werden fortlaufend unterschiedliche Märkte neu geschaffen. Bestes Beispiel dafür ist z.B. die OLED Technologie (http://www.youtube.com/watch?v=EsLqY65iLY0 oder http://www.youtube.com/watch?v=D4QPvAiD9kM&feature=related). Ein weiteres Beispiel für diese Entwicklung ist der Bereich Mechatronik, bei der Mechanik und Elektronik zusammengewachsen sind. Diese Technologiefusion bringt neue Erkenntnisse, Ideen und Produkte auf den Markt, die wir so noch nicht kannten – und es ist ein ganz anderes Bewusstsein für die Zusammenarbeit von Unternehmen und Staaten entstanden.

Durch die Vernetzung ist eine enorme Transparenz entstanden, die es ermöglicht, Missstände aufzusteigen und besser zu werden. Unternehmen müssen sich heute auf diese Transparenz einstellen und z.B. mit Hilfe von Beschwerdemanagement dem Kunden Lösungen für seine Probleme bieten. Durch die effektive Nutzung können so ganz neue Ansätze entstehen.

Es ist eine spannende Zeit, wir sollten sie nutzen.

postheadericon “Content ist King” – warum?

Der Titel unseres Webcasts vom letzten Freitag ist ja schon mal ganz griffig – eine Aufzeichnung finden Sie unter www.consoltv.de und als Podcast, suche in iTunes nach ConSol. Es ging um die verschiedenen Arten von Content, wie er entsteht und was man bei der Erstellung und Verteilung alles richtig oder falsch machen kann.
Philipp von der Brüggen, unser Gastreferent, kennt sich mit diesem Thema sehr gut aus und hat nur so gesprudelt vor Infos & Tipps. Vielleicht lag es auch an dieser Flut von Informationen, dass mir als Webcast-Moderator die Details ein wenig in den Hintergrund geraten sind.

Daher möchte ich heute gezielt auf zwei Punkte eingehen:

1. Wer soll den Content liefern?

2. Was bringt www.consol.de/cm-software, die Webseite zur  “Anti-Kundenservice-Lösung” CM Process Obfuscator?

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@ 1.:

ConSol*- Mitarbeiter sind Experten in ihrem Gebiet – aber kaum einer schreibt gerne Blog-Einträge. Und damit “haben wir den Salat”.
Macht es Sinn, eine externe Firma zu beauftragen, die relevanten, aktuellen und interessanten Content für unsere Leser liefert?
Ich glaube nicht. Wir sind die Experten und haben das Fachwissen – also sollte der Inhalt auch von uns geliefert werden. Wenn man davon ausgeht, dass das Wissen zwar da ist, aber der Wille oder die Begabung zum Schreiben fehlt, dann kann es ja einen Mittelweg geben: Der ConSol Mitarbeiter wird von einem Autor interviewt und dieser Autor schreibt dann einen Blogeintrag.
Achim Karpf von der NetPress GmbH ist gerade bei mir im Skype Chat. >> Achim, wie siehst Du das?

Achim Karpf antwortet:

Du hast schon recht, Andreas. Das Know-how ist in den Unternehmen und die Inhalte sollten auch von dort kommen. Aber vielfach fehlt die Erfahrung beim Erstellen der Beiträge.
Hier können Content-Marketing-Dienstleister mit ihren erfahrenen Schreibern (Autoren, Journalisten und Redakteure) unterstützen und die Texte entsprechend erstellen bzw. aufbereiten. Der Ansatz mit dem Interview bzw. Gespräch ist sehr gut, denn zum einen entsteht eine Beziehung zwischen Autor und Experte und zum anderen kann der Autor auch mal Themen vorschlagen, wenn er sich besser mit dem Unternehmen und den Kompetenzbereichen auskennt. Auf alle Fälle wird es immer wichtiger für die Unternehmen in allen Bereichen und über alle Medien Content zur Verfügung zu stellen, um Kunden frühzeitig bei der Lösung ihrer Probleme und Anforderungen zu unterstützen. Nur so wird man in Zukunft die neuen Medien effizient nutzen können, um diese erfolgreich in den Vertriebsprozess einzubinden.

Und was ist mit unseren Webcast-Gastrednern? Die Gastredner sind ja absichtlich nicht von ConSol*; es sind Kunden oder Partner, die sich in ihren Spezialgebieten sehr gut auskennen und auf unserer ConSol*TV Plattform ihr Wissen mit uns teilen. Wir kennen diese Leute sehr gut und ich glaube, unsere Kompetenz in diesen Bereichen kann durch die Zusammenarbeit mit diesen Experten bestärkt werden.

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@2.:

Hier ein Auschnitt von www.consol.de/cm-software

Dies hier ist nur ein kleiner Teil der Webseite zur  “Anti-Kundenservice-Lösung” CM Process Obfuscator – mehr Gründe für herzliche Lachanfälle gibt es auf dem Rest der Seite und auch in den Unterseiten zu den vier Themen.

Was diese Aktion jetzt bringt, weiß ich nicht -  ist mir aber auch nicht so wichtig. Wichtiger ist mir an dieser Stelle, dass Sie (vielleicht) was zum lachen haben (ich habe es auf jeden Fall!).  Laut unserer Webstatistik gibt es im Moment mehr Klicks auf diese Seite als auf die “richtige” Seite.

Content soll Spaß machen. Vielleicht haben wir mit dieser Aktion dieses eine Ziel erreicht…

postheadericon ConSol*-Webcast vom 26.11.10 – Recap

Die Themen werden immer interessanter, die Teilnehmer immer illustrer…

Ich freue mich, dass Lukas Schröder von der code mitte GmbH aus Köln für uns Zeit hatte!

Content Marketing

Das Thema am letzten Freitag war Marketing Automatisierung bzw. genau “Marketing Automation: Ziel – Strategie – Taktik. Ein Business Case”. Ich habe dafür eine kleine Einführung in das Thema Content Marketing gegeben und die Rolle der Marketing Automatisierung in diesem Kontext erklärt. Sehr gut zeigt das auch die Grafik, die uns Sorin Anca von allez! schnell entworfen hat.
Ich glaube auch, dass die Aufzeichnungen mit jedem Webcast besser werden. Eric Thöner von allez! ist unser “Film Team” und ich freue mich jedesmal, wenn ich seinen Mitschnitt sehe, weil er auch immer sehr gut die Stimmung einfangen kann (und unsere “Ähms” und Stotterer geschickt ausschneidet). Ich ahne, dass es, wie bei Jackie Chan, auch mal die Outtakes geben wird. Für alle, die am Freitag keine Zeit hatten gibt es den Mitschnitt unter bit.ly/consoltv.

Und ich freue mich schon auf den nächsten Webcast mit Philipp von der Brüggen. Er berichtet über den Marketing-Content – was man alles falsch machen kann und natürlich auch, wie man es richtig macht. Bis zum Freitag, den 10.12. um 10:00. Ich freue mich auf Sie!

Andreas Stoll

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