postheadericon VCB ade, der Abschied tut nicht weh

Bereits mit der Einführung von vSphere und VDR war es absehbar, aber seit Ende Februar ist es offiziell: VMware Consolidated Backup (VCB) wird es in zukünftigen vSphere Feature Releases nicht mehr geben. Bestehende Installationen können es weiterhin nutzen und gemäß VMware Support Life Cycle wird es auch weiterhin supported sein. Es wird aber weder mit neuen vSphere Feature Releases zusammenarbeiten, noch kann man erwarten, dass es sich fundamental verbessern wird.

“With the release of the next vSphere platform, we will continue to provide the binaries for VCB, but they will not be compatible with the next platform release. We will continue to provide support for VCB on the current vSphere platform per the VMware support policy.”

Ist das schlimm? Ganz im Gegenteil! Mit der vStorage API for Data Protection (VADP), darauf aufsetzenden Produkten (3rd-Party oder VDR) und speziell vSphere-Umgebungen warten Features auf den Backup-Admin, die VCB schnell vergessen machen.

vStorage API for Data Protection – was genau ist das eigentlich?

Dank viel Marketing-Buzzwords ist es anfänglich alles andere als einfach zu verstehen, was konkret hinter der vStorage API for Data Protection steht. Dabei ist es gar nicht so kompliziert! VADP ist …

  • ein Marketing-Begriff von VMware.
  • Besteht aus: vSphere SDK und Virtual Disk Development Kit (VDDK)
  • Ermöglicht Entwicklern also Zugriff auf vCenter/ESX/ESXi Management-Funktionen und auf VMFS Dateisysteme / VDMK-Dateien
  • Ein Mitglied der “vStorage API”-Familie
    (for Data Protection, for Multipathing, for Array Integration, for Site Recovery Manager)

Konkret bedeutet dies, dass Backup-Software-Hersteller wie Veeam, Vizioncore, PHD Virtual und Co. mit Hilfe der VADP ohne VCB direkt an die Funktionalitäten und VM-Daten zu Sicherungszwecken kommen. Keine halbherzige Integration über das mitunter umständlich zwischengeschaltete VCB, keine komplette Kopie von Sicherungsdaten über den VCB Proxy. Direkter Zugriff auf Snapshots über SAN, LAN oder via von VCB bekanntem Hot-Add-Modus. Alles rein mit der 3rd-Party-Backup-Lösung.

Was ist daran nun neu oder besser?

VCB war bisher de-facto ein zwischengeschaltetes Element zwischen vStorage API und der Backup-Lösung, womit es ein Subset der API-Möglichkeiten nutzbar machte. Mit dem kompletten Schwenk auf die vStorage API fällt dieses Integrationselement nun weg. Backup-Hersteller bekommen vollen Zugriff auf Features, System-Administratoren müssen eine Komponente weniger managen, und Finger-Pointing zwischen Herstellern beim Troubleshooten von Problemen wird reduziert.

Und es kommt noch besser: Im Zusammenspiel mit vSphere 4 Features wie Changed Block Tracking (CBT) lassen sich Backup-Zeiten radikal verkürzen. Dazu demnächst mehr. Derweil gibts für alle diejenigen, die das Thema VCB vs. VADP sowie dessen Historie interessiert und die ca. 50 Minuten mitbringen im VMTN Podcast #71 einige interessante Hintergrundinfos von VMware.

Wer unterstützt VADP?

Neben der VMware-eigenen Lösung VDR, haben die spezialisierten VMware-Backup-Lösungsanbieter wie Veeam, Vizioncore, PHD Virtual & Co VADP Support bereits in ihre Lösung integriert und auch die meisten großen, klassischen Backup-Hersteller sind schon auf den Zug aufgesprungen. Das bedeutet jedoch nicht notwendigerweise, dass alle von VADP bereitgestellten Features – wie z.B. direkte Sicherung/Rücksicherung vom/zum SAN – von diesen Lösungen auch tatsächlich genutzt werden. Ein Vergleich lohnt sich also.

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