postheadericon VMware: esxtop auf Schlankheitskur

Zum Abgreifen von ESX-Performance-Daten, insbesondere IO-Latenzen, ist esxtop (bzw. bei ESXi resxtop vom vMA) ein extrem hilfreiches, wenn nicht DAS Tool überhaupt. Sobald jedoch der Batch-Modus zum intervall-basierten Aufzeichnen in eine CSV-Datei zum Einsatz kommt, explodiert gerne mal die Datenmenge und die nachgelagerte Analyse in perfmon oder esxplot wird zäh. Schön zu lernen, dass es auch hier Abhilfe gibt.

.esxtop4rc zur Rettung

Beim Betrachten der verschiedenen Metriken in esxtop kann man via Taste ‘f’ Spalten ein- und ausblenden. Die so konfigurierte Ansicht kann man für zukünftige Aufrufe via ‘W’ abspeichern (Konfiguration wandert per Default .esxtop4rc) und das gilt – wie hier gefunden – nicht nur für interaktive, sondern auch für die Batch-Aufrufe.

Um also die in einem Batch-Lauf anfallende Datenmenge zu reduzieren, erstellt man sich eine auf die gewünschten Werte reduzierte .esxtop4rc. Mit etwas Perl-Unterstützung (vermeidet das mühselige Deselektieren ungewünschter Felder) funktioniert das folgendermaßen:

1) Bestehende Konfiguration kopieren und alle Felder deselektieren

    cp .esxtop4rc .esxtop4rc-batch
    perl -pi -e '$_ = lc if /^[[:alpha:]]/' .esxtop4rc-batch

2) Danach esxtop aufrufen, die gewünschten Spalten wieder hinzukonfigurieren und die Konfigurationsdatei abspeichern.

    esxtop -c .esxtop4rc-batch

3) Abschließend esxtop im Batch-Modus starten.

    esxtop -b -d 30 -n 240 -c .esxtop4rc-batch > esxtop-batch.csv

Die anfallenden Datenmengen sollten nun deutlich schlanker ausfallen. Vorher einmal Ausprobieren, Datenmenge vergleichen und Sicherstellen, dass alle gewünschten Werte zur Erfassung konfiguriert sind. Dann viel Spaß beim Sammeln und Analysieren!

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