postheadericon Mit Brief und Siegel: VCP-Zertifizierung von VMware

VMware fordert von Enterprise Partnern eine Reihe Zertifizierungen. Eine etwas anspruchsvollere darunter ist die VCP-Prüfung (VMware Certified Professional). Die eigentliche Abnahme der Prüfung ist gut organisiert und wird weltweit über den Partner Pearson Vue durchgeführt. Ein Prüfungstermin ist per Web schnell ausgemacht. Man kann sich ja bis zu 24h vorher noch abmelden ohne dass die Prüfungsgebühr verfällt, was die Hemmschwelle etwas mindert.

Wie bereitet man sich auf so eine Prüfung vor?

Schaut man sich bei VMware den Anforderungskatalog Blue Print an, bekommt man einen ersten Vorgeschmack auf das Geforderte. Hier sind alle den Prüfungen zu Grunde liegende Themenbereiche und Dokumente aufgeführt. Die Menge lässt den Umfang der Vorbereitungen nur vage erkennen…

Da diese Dokumente sehr umfangreich und ausführlich sind, und kaum in einer Woche Vorbereitungszeit für mich durchzuarbeiten waren (jeder VCP kann ein Lied davon singen: VMware-Umgebungen aufbauen/betreuen und die VCP-Prüfung ablegen sind zwei unterschiedliche Paar Stiefel), habe ich mich im Netz nach einer Abkürzung umgeschaut und bin auf die Seite www.vreference.com gestoßen, wo das Wesentliche der Dokumente auf 27 Seiten PDF eingedampft zur Verfügung gestellt wird. Ein sehr gutes Dokument, nicht nur zur Vorbereitung auf die Zertifizierung geeignet. Schaut man sich dann noch die wichtigsten Werte des “Configuration Maximums” Dokuments an, hat man eine gute Grundlage geschaffen und gute Chancen die Prüfung erfolgreich abzulegen.

Manche Fragen lassen sich einfach beantworten, wie beispielsweise die Frage aus welchen einzelnen Dateien sich eine virtuelle Maschine auf einem ESX-Server zusammensetzt. Andere Fragen gehen teilweise sehr in die Details, oder wissen Sie was die Unterschiede zwischen Ingress- und Egress-Traffic Shaping sind und wo diese zu konfigurieren sind? Oder ab welcher Version der vCenter Converter Images im Norton Ghost-Format unterstützt. Einige Fragen lassen sich auch aus der täglichen Praxis oder nach dem Ausschluss-Prinzip beantworten.

Und schließlich verlangt VMware ja nicht, dass man alle Fragen richtig beantwortet, es genügt ein Score von 300 von 500 Punkten um das Zertifikat zu erhalten (das Ergebnis gibt’s natürlich gleich nach Testende).

2 Kommentare zu „Mit Brief und Siegel: VCP-Zertifizierung von VMware“

  • Jan Krüger:

    Hallo Herr Weiss,

    um die Prüfung abzulegen muss man aber erst ein Kurs bei einem VMware Partner besucht haben?

    Oder reicht es mitlerweile sich das Wissen selbst anzulesen (ähnlich Microsoft Zertifizierungen) und dann die Prüfung zu bestehen um anschließend das Zertifikat zu erhalten?

    Gruß
    Jan

  • Ralf Müller:

    Hallo Jan,

    da mein Kollege Peter Weiss gerade im Urlaub ist, werde ich einfach mal auf Ihre Frage antworten.
    Leider gestattet es VMware nicht, ohne einen der obligatorischen Kurse besucht zu haben, zu der VCP Prüfung anzutreten.
    Je nach Vorkenntnissen, die nachweisbar sind, ist der “VMware vSphere: What’s New” ausreichend. Bei geringeren Kenntnissen bieten die VMware Partner auch noch 4- und 5-tägige Kurse an, die den Weg zur VCP Prüfung ebnen sollen. Hier finden Sie eine Übersicht der verschiedenen Möglichkeiten.

    Viele Grüsse,
    Ralf Müller

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