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Wie praxistauglich ist Desktopvirtualisierung?
Beim kürzlich ausgerichteten VMware View Seminar gab es neben vielen technischen Fragen oftmals auch die Frage nach der Praktibilität von Desktop-Virtualisierung. Für die einen ist es gehypter Trend für die anderen bereits hilfsbringender Alltag.
Mein Kollege Daniel Reinold hat kürzlich den Redakteueren von SearchDataCenter.de zu solchen und weiteren Überlegungen im VDI-Umfeld Rede und Antwort gestanden. Natürlich haben wir das komplette Interview mit dem Titel Wie praxistauglich ist Desktopvirtualisierung? für Sie bereitgestellt. Falls Sie danach noch immer Fragen auf dem Herzen haben, gilt wie immer: Lassen Sie es uns wissen. Gerne besprechen wir Ihre speziellen Anforderungen im Bereich Desktopvirtualisierung auch bei Ihnen vor Ort.
VMware View 4 Event: Die optische Nachlese
Nachdem wir bereits letzte Woche die fachlichen Belange des VMware View 4 Events revue passieren liessen, wollen wir Ihnen die optischen Leckerbissen natürlich nicht vorenthalten.
Neben unserem Film zur Veranstaltung, inklusive dreier Interviews von Seminarteilnehmern, haben wir auch eine kleine Fotogalerie mit Impressionen vom Tage für Sie bereitgestellt. Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei allen Teilnehmern recht herzlich bedanken, ich glaube man sieht auch, wie viel Spaß uns die Veranstaltung gemacht hat.
VMware View 4: Der Bericht zum Event
Nach umfangreicher Vorbereitung und Planung war es am vergangenen Montag soweit. Wir veranstalteten unterstützt von unseren Partnern VMware, EMC, Tarox und Galileo Computing das Seminar “Desktop Virtualisierung mit VMWare View 4 in der Praxis” bei der IHK in München.
Nachdem die BAUMA und die isländische Rauchwolke die Anreise unserer Gäste und somit den Start der Veranstaltung etwas verzögerten, fanden sich doch nach und nach rund 50 Teilnehmer ein. Nach Vorstellung der Referenten und der Veranstaltungs-Partner, erfolgte meine rund halbstündige allgemeine Einführung in das Thema Desktop-Virtualisierung.
Anschließend hielt Andreas Stoll einen technischen Vortrag zum Thema VMWare View 4, der gegen Ende in eine sehr angeregte und lebhafte technische Diskussion zwischen den Seminarteilnehmern, unseren Partnern und uns selbst mündete.
Die wichtige Phase 1 im 3-Phasen-Modell
In unserer letzten Pressemitteilung zum Thema Virtualisierung haben wir unser 3 Phasen-Modell vorgestellt. Entscheidend hierbei ist für mich der erste der drei Teile, die Analyse, in dem ich klären muss, warum ich virtualisieren will und welche Ziele ich damit zu verfolgen gedenke.
Mögliche Ziele wären z.B.
- Kostenreduktion
- Anzahl der Server verringern und folglich Strom sparen
- Umgebungen zu standardisieren
- Den “Coolness”-Faktor erhöhen
- Datensicherheit verbessern
- Vereinfachung von IT-Compliance
- Unternehmenszusammenschlüsse
- Abhängigkeiten zu externen Lieferanten reduzieren

Neben den Zielen spielen aber auch die vorhandenen Gegebenheiten eine große Rolle bei der Auswahl der richtigen Lösung. Das heißt: Welche bereits bestehenden Systeme kann ich wiederverwenden, bzw. welche muss ich neu anschaffen? Habe ich Virtualisierungs-Know-how im Hause oder muss ich es mir extern zukaufen? Welche Art von Lizenzen – sowohl Client als auch Server – habe ich bereits, und welche kann ich wiederverwenden?
Wenn all diese und noch viel mehr Ansatzpunkte geklärt sind – und nur dann – macht es aus meiner Sicht einen Sinn, die Migration hin zu einer virtualisierten Umgebung zu planen. Essentiell hierbei ist, das Projekt wirklich zu planen und nicht mal “so nebenbei” zu erledigen. Dabei ist es wichtig, die Ziele und die damit verbundenen Use Cases immer mit den Anwendern zusammen zu erarbeiten, sie zu priorisieren und gemeinsam zu testen. Falls dies nicht geschieht, besteht die Gefahr, dass Ihre Virtualisierungslösung nicht den gewünschten Erfolg bzw. die nötige Akzeptanz erzielen wird.
Nachlese zum LANline Tech Forum “Desktop-Virtualisierung/Thin Clients”
Die mit 140 Besuchern restlos ausverkaufte Veranstaltung am vergangenen Donnerstag startete pünktlich um 9.15 Uhr mit der Begrüßung durch den stellvertretenden LANline-Chefredakteur Dr. Greiner. Die darauffolgende Keynote fand ich persönlich enttäuschend, da sie aus meiner Sicht lediglich eine Aufzählung von Produkt-Features der drei Marktfüherer VMware, Citrix und Microsoft war. Da hätte ich mir einen analytischeren Blick auf den Markt oder eine Vision erwartet, zumindest aber einen Ausblick auf die kommenden Monate.
Wer noch nicht genug von Features gehört hatte, konnte sein Wissen bei zwei anschließenden Vorträgen der Hauptkonkurrenten Citrix und VMware (vertreten durch DNS) weiter vertiefen. Im Fokus standen selbstredend die Desktop-Virtualisierungs-Produkte Citrix XenDesktop 4 und VMware View 4. Interessant fand ich die Tatsache, dass – obwohl beide Anbieter versuchten, sich voneinander weitmöglichst abzugrenzen – viele Folien inhaltlich nahezu kongruent waren.
Nach einem vorzüglichen Mittags-Buffet und diversen Produkt-Vorstellungen der Sponsoren, kam mein persönliches Highlight der Veranstaltung, ein Vortrag zu Migrationsstrategien für Desktop-Virtualisierung. Sehr erfreulich empfand ich, dass der Vortrag herstellerunabhängig war und – übrigens ähnlich der ConSol*-Strategie - die mit Virtualisierung angestrebten Ziele und die im Unternehmen vorhandenen Voraussetzungen überprüft. Wichtigste Aussagen waren für mich in diesem Zusammenhang:
- Keine VDI Lösung ist wie die andere
- VDI ist weder Technologie noch “Die Lösung”
- VDI ist nicht grundsätzlich kostengünstiger als klassische Clients
- Alle Stakeholder im Unternehmen müssen beim Entscheidungsprozess aus Akzeptanz-Gründen eingebunden werden
- Ein Umstieg auf VDI muss vollständig geplant werden
- Nutzung von Experten Know-how
Das Tech Forum schloss mit einem Blick in die Zukunft und dem Thema VDI als Service in der Cloud.
Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung mit sehr heterogenem Publikum. Anhand der geführten Gespräche und Stimmungen glaube ich, dass das Thema Desktop-Virtualisierung bereits dieses Jahr über großes Potential verfügt, allerdings nicht der – von vielen Seiten vermutete - Riesen-Hype wird, da dieser Markt für viele Interessenten einfach noch zu jung und dynamisch ist. Ohne Frage steckt aber in dem VDI-Markt erhebliches Wachstumspotential und ich denke, dass der Kuchen groß genug für alle sein wird.

