Archiv für die Kategorie „Tipps & Tricks“
Upcoming Webcast: VSS demystifiziert
Nach längerer Sendepause wirds mal wieder Zeit für eine weitere Episode unserer Webcast-Serie. Diesmal bestritten vom werten Kollegen Markus Lichterfeld und meiner Wenigkeit. Das Thema: VSS und dessen Zusammenspiel mit Image-basierter Windows-VM-Sicherung – also Pflichtlektüre, wenn man Wert Backups legt, die sich auch wiederherstellen lassen.
Termin: Donnerstag, 03.03., 10:00. Zur Anmeldung gehts hier. Wir freuen uns wie jedes Mal über rege Teilnahme.
Veeam: CBT spart nicht nur bei Incrementals
Veeams Backup & Replication (und viele andere) nutzen VMwares Changed Block Tracking (CBT), um die übertragene Datenmenge bei inkrementellen Backups zu minimieren. Interessanterweise hilft CBT im Fall von Veeam (getestet mit 5.0.1) jedoch nicht nur bei inkrementellen Backups, sondern auch bei Voll-Backups – und zwar wenn VMs thin provisioned sind und ihren konfigurierten Plattenplatz nicht komplett belegen.
Ist das der Fall, verbringt Veeam nicht unerhebliche Zeit damit, den noch nicht genutzten (sparse) Plattenplatz zu verarbeiten (veeamagent32.exe bei 100% CPU). Im konkreten Fall einer VM mit 200 GB konfiguriertem und 25 GB genutztem Plattenplatz, bedeutet das in Zahlen:
- 3-4 Minuten Sicherung der tatsächlichen belegten 25GB.
- 4-5 Minuten Verarbeitung der restlichen, nicht existenten Daten.
- > 100% Overhead.
Die 4-5 Minuten Overhead fallen mit CBT komplett weg … was sich bei einer entsprechenden Anzahl an VMs und provisioniertem Plattenplatz summieren kann. Was für Veeam gilt, kann wegen VADP natürlich auch für andere Backup-Hersteller gelten (muss aber nicht).
vCenter: Kein Einlass für ‘Administratoren’?
Nachdem die letzte halbe Stunde mit Grübeln vergangen ist, fällt es mir eben wie Schuppen von den Augen. Wovon ist die Rede? Migration eines vCenter von einem englischen W2K3 System auf ein deutsches W2K8 System. Danach konnten sich einige Admins noch anmelden, andere – und auch der lokale Administrator – jedoch nicht. Was war passiert?
Relativ simpel: Die vCenter Datenbank und damit auch die Berechtigungen aus VPX_ACCESS wurden übernommen. Damit kannte vCenter zwar wie gehabt die englische Gruppe ‘Administrators’ mit vollen Privilegien … die jedoch mit den deutschen ‘Administratoren’ auf dem neuen System relativ wenig zu tun hatte. Und ebendiese standen somit plötzlich ausgesperrt da. Nicht so weit her mit der Völkerverständigung, was?
Aus Englisch mach Deutsch
Zur Abhilfe in solch einem Fall also die deutsche Gruppe “Administratoren” mit Berechtigungen im vCenter ausstatten oder aber gleich nach vCenter Best Practices handeln und eine dedizierte Gruppe anlegen – mit der sich so ein Problem erst gar nicht ergibt. Im konkreten Fall gab es ein paar individuell mit Rechten ausgestattete Admins, die noch zugreifen und die Berechtigungen nachziehen konnten. Alternativ hätte auch manuelles Anpassen des Gruppennamens in VPX_ACCESS geholfen.
vCenter 4.0 -> 4.1: Manuelle Datenmigration
Typisches Szenario: vCenter 4.0 ist auf einem 32-Bit System installiert und das anstehende Upgrade auf 4.1 benötigt ein 64-Bit System, auf welches migriert werden muss. Fährt man dabei eine MS SQL Express 2005 Datenbank als Unterbau, kann man das Data Migration Tool nutzen, um die Migration durchzuführen. Außer man stolpert dabei über folgenden (wohl bekannten) Fehler.
[INFO] [INFO] Msg 8114, Level 16, State 1, Server VCENTER\SQLEXP_VIM, Line 1 Error converting data type bigint to int. Msg 3013, Level 16, State 1, Server VCENTER\SQLEXP_VIM, Line 1 RESTORE FILELIST is terminating abnormally.
[ERROR] Error: vCenter Server DB backup failed
[ERROR] Exiting…
Der genaue Verursacher ist unbekannt, das soll jedoch nicht stören, denn immerhin gibt es einen recht einfachen Workaround. Diesen Beitrag weiterlesen »
winLonghorn64Guest not supported?!
Ich bin (k)ein großer Freund von obskuren Fehlermeldungen …
- Ausgesprochener Freund, weil dabei der Lösungsinstinkt anspringt.
- Kein Freund, weil solche Meldungen klarerweise nicht sonderlich benutzerfreundlich sind.
Neulich beim VM-Deployment von einem fremderstellten 2008 Template gab es wieder eine besonders hübsche Fehlermeldung nach dem Klick auf ‘Finish’. Lösung anbei, um zukünftigen Problemsuchenden schneller auf die Sprünge zu helfen:
Clone virtual machine w2k8-se-de-64bit Customization of the guest operating system ‘winLonghorn64Guest’ is not supported in this configuration. Microsoft Vista (TM) and Linux guests with Logical Volume Manager are supported only for recent ESX host and VMware Tools versions. Refer to vCenter documentation for supported configurations.
Zugrunde lag dem keinesfalls eine Inkompatibilität, sondern lediglich eine fehlende VMware Tools Installation im Template … und ohne die Tools funktioniert das Customizing klarerweise nicht, denn dazu müssen Dateien und Befehle ins Gast-OS injiziert werden (ähnlich wie das übrigens die Virtual Guest Console macht und diese benötigt auch zwingend die Tools). Also VMware Tools installiert, weitere individuelle Anpassungen am Template vorgenommen und sich am einwandfrei funktionieren Deployment erfreut.

