Slides & Aufzeichnung zu “VSS demystifiziert”
Backup ist gut, konsistentes Backup ist besser. So in etwa lässt sich unser heute stattgefundener Webcast zum Thema MS Virtual Shadow Copy Service und VMware zusammenfassen. Wer diesen verpasst hat oder Revue passieren lassen möchte, findet anbei die dazugehörigen Slides …
… sowie – ebenfalls bereits online – die vertonte Aufzeichnung des Webcasts. Wir wünschen erfolgreiches Backup!
VSS, W2K8R2 und das ‘exceeded time limit’
Mit vSphere 4.1 fand Support für Anwendungs-konsistente Snapshots via VSS Einzug in den VMware-Stack. Dass dabei nicht alles so einwandfrei lief, wussten zahlreiche Leidesgenossen in den Communities zu berichten. Übliches Fehlerszenario bei der Snapshot-Erstellung von ADC- oder vCenter-Servern:
“Cannot create a quiesced snapshot because the create snapshot operation exceeded the time limit for holding off I/O in the frozen virtual machine.”
Vorschläge wie disk.EnableUUID auf “False” zu setzen oder Quiesce VM zu deaktivieren führen dabei natürlich zu einem erstellbaren Snapshot sind aber gleichzeitig zu kurz gegriffen, weil damit die Anwendungskonsistenz deaktiviert (EnableUUID) oder gleich ganz auf Crash-Konsistenz umgestellt wird (Quiesce deaktiviert).
Abhilfe schaffen das kürzlich erschienene vSphere 4.1U1 …
Cannot take quiesced snapshots of Microsoft Windows Server 2008 R2 virtual machine running vCenter Server 4.1
When creating a snapshot of a Microsoft Windows Server 2008 R2 virtual machine that has vCenter Server 4.1 installed, the snapshot operation might fail to complete. This issue occurs on Microsoft Windows Server 2008 R2 virtual machines when the ADAM database is installed. The issue is resolved in this release.
… oder aber ein dem VMware-Support bekannter Workaround. Falls jemand also noch auf 4.1 gefangen ist und VSS benötigt: SR eröffnen – die Dateien aus dem Blog-Eintrag würde ich nicht so ohne weiteres auf meine Produktiv-Umgebung schmeißen. Mehr zum Thema VSS gibts in unserem Themen-Webcast nächste Woche.
Upcoming Webcast: VSS demystifiziert
Nach längerer Sendepause wirds mal wieder Zeit für eine weitere Episode unserer Webcast-Serie. Diesmal bestritten vom werten Kollegen Markus Lichterfeld und meiner Wenigkeit. Das Thema: VSS und dessen Zusammenspiel mit Image-basierter Windows-VM-Sicherung – also Pflichtlektüre, wenn man Wert Backups legt, die sich auch wiederherstellen lassen.
Termin: Donnerstag, 03.03., 10:00. Zur Anmeldung gehts hier. Wir freuen uns wie jedes Mal über rege Teilnahme.
Veeam: CBT spart nicht nur bei Incrementals
Veeams Backup & Replication (und viele andere) nutzen VMwares Changed Block Tracking (CBT), um die übertragene Datenmenge bei inkrementellen Backups zu minimieren. Interessanterweise hilft CBT im Fall von Veeam (getestet mit 5.0.1) jedoch nicht nur bei inkrementellen Backups, sondern auch bei Voll-Backups – und zwar wenn VMs thin provisioned sind und ihren konfigurierten Plattenplatz nicht komplett belegen.
Ist das der Fall, verbringt Veeam nicht unerhebliche Zeit damit, den noch nicht genutzten (sparse) Plattenplatz zu verarbeiten (veeamagent32.exe bei 100% CPU). Im konkreten Fall einer VM mit 200 GB konfiguriertem und 25 GB genutztem Plattenplatz, bedeutet das in Zahlen:
- 3-4 Minuten Sicherung der tatsächlichen belegten 25GB.
- 4-5 Minuten Verarbeitung der restlichen, nicht existenten Daten.
- > 100% Overhead.
Die 4-5 Minuten Overhead fallen mit CBT komplett weg … was sich bei einer entsprechenden Anzahl an VMs und provisioniertem Plattenplatz summieren kann. Was für Veeam gilt, kann wegen VADP natürlich auch für andere Backup-Hersteller gelten (muss aber nicht).
vCenter: Kein Einlass für ‘Administratoren’?
Nachdem die letzte halbe Stunde mit Grübeln vergangen ist, fällt es mir eben wie Schuppen von den Augen. Wovon ist die Rede? Migration eines vCenter von einem englischen W2K3 System auf ein deutsches W2K8 System. Danach konnten sich einige Admins noch anmelden, andere – und auch der lokale Administrator – jedoch nicht. Was war passiert?
Relativ simpel: Die vCenter Datenbank und damit auch die Berechtigungen aus VPX_ACCESS wurden übernommen. Damit kannte vCenter zwar wie gehabt die englische Gruppe ‘Administrators’ mit vollen Privilegien … die jedoch mit den deutschen ‘Administratoren’ auf dem neuen System relativ wenig zu tun hatte. Und ebendiese standen somit plötzlich ausgesperrt da. Nicht so weit her mit der Völkerverständigung, was?
Aus Englisch mach Deutsch
Zur Abhilfe in solch einem Fall also die deutsche Gruppe “Administratoren” mit Berechtigungen im vCenter ausstatten oder aber gleich nach vCenter Best Practices handeln und eine dedizierte Gruppe anlegen – mit der sich so ein Problem erst gar nicht ergibt. Im konkreten Fall gab es ein paar individuell mit Rechten ausgestattete Admins, die noch zugreifen und die Berechtigungen nachziehen konnten. Alternativ hätte auch manuelles Anpassen des Gruppennamens in VPX_ACCESS geholfen.

