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postheadericon Desktop-Virtualisierung und Mobilität – was kommt im Herbst 2010

Desktop-Virtualisierung macht ja jetzt schon fast jedes kloine Handwerkerle, um den uniformierten Herrn aus einem bekannten Video zu zitieren. Für die Handwerker mag das stimmen, eine andere Gruppe von Anwendern bleibt dagegen im Regen stehen: die Außendienstmitarbeiter, neudeutsch auch “Roadwarriors” genannt, mit ihren Laptops. Ohne die nährende Nabelschnur des Netzwerks bleiben ihnen bislang die Segnungen der Virtualisierung versperrt. Aber es sieht so aus, als ob sich das bald ändern würde.
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postheadericon Nachlese zum LANline Tech Forum “Desktop-Virtualisierung/Thin Clients”

Die mit 140 Besuchern restlos ausverkaufte Veranstaltung am vergangenen Donnerstag startete pünktlich um 9.15 Uhr mit der Begrüßung durch den stellvertretenden LANline-Chefredakteur Dr. Greiner. Die darauffolgende Keynote fand ich persönlich enttäuschend, da sie aus meiner Sicht lediglich eine Aufzählung von Produkt-Features der drei Marktfüherer VMware, Citrix und Microsoft war. Da hätte ich mir einen analytischeren Blick auf den Markt oder eine Vision erwartet, zumindest aber einen Ausblick auf die kommenden Monate.

Wer noch nicht genug von Features gehört hatte, konnte sein Wissen bei zwei anschließenden Vorträgen der Hauptkonkurrenten Citrix und VMware (vertreten durch DNS) weiter vertiefen. Im Fokus standen selbstredend die Desktop-Virtualisierungs-Produkte Citrix XenDesktop 4 und VMware View 4. Interessant fand ich die Tatsache, dass – obwohl beide Anbieter versuchten, sich voneinander weitmöglichst abzugrenzen – viele Folien inhaltlich nahezu kongruent waren.

Nach einem vorzüglichen Mittags-Buffet und diversen Produkt-Vorstellungen der Sponsoren, kam mein persönliches Highlight der Veranstaltung, ein Vortrag zu Migrationsstrategien für Desktop-Virtualisierung. Sehr erfreulich empfand ich, dass der Vortrag herstellerunabhängig war und – übrigens ähnlich der ConSol*-Strategie - die mit Virtualisierung angestrebten Ziele und die im Unternehmen vorhandenen Voraussetzungen überprüft. Wichtigste Aussagen waren für mich in diesem Zusammenhang:

  • Keine VDI Lösung ist wie die andere
  • VDI ist weder Technologie noch “Die Lösung”
  • VDI ist nicht grundsätzlich kostengünstiger als klassische Clients
  • Alle Stakeholder im Unternehmen müssen beim Entscheidungsprozess aus Akzeptanz-Gründen eingebunden werden
  • Ein Umstieg auf VDI muss vollständig geplant werden
  • Nutzung von Experten Know-how

Das Tech Forum schloss mit einem Blick in die Zukunft und dem Thema VDI als Service in der Cloud.

Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung mit sehr heterogenem Publikum. Anhand der geführten Gespräche und Stimmungen glaube ich, dass das Thema Desktop-Virtualisierung bereits dieses Jahr über großes Potential verfügt, allerdings nicht der – von vielen Seiten vermutete - Riesen-Hype wird, da dieser Markt für viele Interessenten einfach noch zu jung und dynamisch ist. Ohne Frage steckt aber in dem VDI-Markt erhebliches Wachstumspotential und ich denke, dass der Kuchen groß genug für alle sein wird.