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Desktop-Virtualisierung und Mobilität – was kommt im Herbst 2010

Desktop-Virtualisierung macht ja jetzt schon fast jedes kloine Handwerkerle, um den uniformierten Herrn aus einem bekannten Video zu zitieren. Für die Handwerker mag das stimmen, eine andere Gruppe von Anwendern bleibt dagegen im Regen stehen: die Außendienstmitarbeiter, neudeutsch auch “Roadwarriors” genannt, mit ihren Laptops. Ohne die nährende Nabelschnur des Netzwerks bleiben ihnen bislang die Segnungen der Virtualisierung versperrt. Aber es sieht so aus, als ob sich das bald ändern würde.
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Desktop-, Server- und Storage-Virtualisierung sind Themen, die interessieren – das zeigen nicht nur die vielen Veranstaltungen und Veröffentlichungen der Community, sondern auch die erfreulichen Besucherzahlen unseres Blogs und der ConSol*-Virtualisierungsseiten.

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Alternative in der Desktop-Virtualisierung: VDI-in-a-box

VMware View und Sun VDI sind bekannte Produkte für die Desktop-Virtualisierung. Kaviza bietet hierzu mit VDI-in-a-box eine Alternative an. Die wesentlichen Vorzüge liegen in der Bereitstellung des Installationspakets als Virtual Appliance und im somit sehr komfortablen Import über vCenter. Alle notwendigen VDI-Komponenten sind bereits enthalten. Die virtuelle Maschine, die dann nach erfolgreicher Installation vorhanden ist, basiert auf Ubuntu Linux 8.04.2 und wird als Kaviza Manager virtual Appliance (kMGR) bezeichnet. Aufgabe des kMGR ist die Erzeugung und Verwaltung der virtuellen Desktops, auf die die Benutzer per Webbrowser von einem ThinClient oder PC zugreifen.

Aktuell werden die folgenden Hypervisor-Versionen unterstützt:

  • ESX Server 3.5/ ESXi 3.5 Updates 3&4
  • ESX Server 4.0 / ESXi 4.0
  • Virtual Infrastructure Client oder vSphere Client für die Installation der gelieferten Appliance

Für die virtuelle Maschine, welche dann in VDI-in-a-box verwendet wird, gelten aktuell unter anderem die folgenden Einschränkungen:

  • nur Windows XP (32-Bit) oder Windows 7 (32-Bit)
  • dürfen nur EIN disk image mit maximal 35Gb haben

Die virtuellen Desktops, welche vom kMGR erstellt und verwaltet werden, beinhalten das Desktop-Betriebssystem, eine oder mehrere Applikationen und den Kaviza Desktop Agent (kDA). Dieser ist für die Kommunikation mit dem kMGR zuständig und protokolliert Login-Vorgänge der Benutzer, sowie den Zustand der virtuellen Desktops. Zur Administration des kMGR steht eine Web-basierte Konsole bereit.

Existieren weitere Hypervisor mit installiertem kMGR, ist es sinnvoll, diese zu einem Kaviza Grid zu verbinden. Hierdurch wird eine Lastverteilung, eine Koordination der VM-Aktivitäten und Ausfallsicherheit gewährleistet. Da das Kaviza Grid selbständig verwaltet wird, ist die Verwendung von VMware HA, VMware DRS und vMotion nicht unterstützt.

Wie bei Sun VDI gibt es bei virtuellen Desktops von VDI-in-a-box die Möglichkeit diese einfach “mitzunehmen”. Dies bedeutet, dass, wenn der Benutzer sich vom Desktop eines Endgerätes trennt und sich an einem anderen Endgerät wieder anmeldet, er seinen zuvor benutzten Desktop 1:1 wieder vorfindet. Die Liste der Merkmale wird ergänzt durch zeitbasierte, dynamische Desktops, beispielsweise für Schichtarbeiter oder für Arbeiten im Lab, sowie durch statische und Kiosk-Mode Desktops. Bei der zuletzt genannten Möglichkeit wird nach jedem Gebrauch ein neuer Desktop zur Verfügung gestellt, welcher auch eingeschränkten Zugriff beinhalten kann.

Die Zielgruppe für VDI-in-a-box von Kaviza dürften in erster Linie Schulungs- und Testumgebungen oder auch die Produktionsumgebungen von kleineren bis mittelgroßen Firmen sein. Denkbar sind natürlich auch noch andere Einsatzgebiete.