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Wie praxistauglich ist Desktopvirtualisierung?
Beim kürzlich ausgerichteten VMware View Seminar gab es neben vielen technischen Fragen oftmals auch die Frage nach der Praktibilität von Desktop-Virtualisierung. Für die einen ist es gehypter Trend für die anderen bereits hilfsbringender Alltag.
Mein Kollege Daniel Reinold hat kürzlich den Redakteueren von SearchDataCenter.de zu solchen und weiteren Überlegungen im VDI-Umfeld Rede und Antwort gestanden. Natürlich haben wir das komplette Interview mit dem Titel Wie praxistauglich ist Desktopvirtualisierung? für Sie bereitgestellt. Falls Sie danach noch immer Fragen auf dem Herzen haben, gilt wie immer: Lassen Sie es uns wissen. Gerne besprechen wir Ihre speziellen Anforderungen im Bereich Desktopvirtualisierung auch bei Ihnen vor Ort.
Alternative in der Desktop-Virtualisierung: VDI-in-a-box
VMware View und Sun VDI sind bekannte Produkte für die Desktop-Virtualisierung. Kaviza bietet hierzu mit VDI-in-a-box eine Alternative an. Die wesentlichen Vorzüge liegen in der Bereitstellung des Installationspakets als Virtual Appliance und im somit sehr komfortablen Import über vCenter. Alle notwendigen VDI-Komponenten sind bereits enthalten. Die virtuelle Maschine, die dann nach erfolgreicher Installation vorhanden ist, basiert auf Ubuntu Linux 8.04.2 und wird als Kaviza Manager virtual Appliance (kMGR) bezeichnet. Aufgabe des kMGR ist die Erzeugung und Verwaltung der virtuellen Desktops, auf die die Benutzer per Webbrowser von einem ThinClient oder PC zugreifen.
Aktuell werden die folgenden Hypervisor-Versionen unterstützt:
- ESX Server 3.5/ ESXi 3.5 Updates 3&4
- ESX Server 4.0 / ESXi 4.0
- Virtual Infrastructure Client oder vSphere Client für die Installation der gelieferten Appliance
Für die virtuelle Maschine, welche dann in VDI-in-a-box verwendet wird, gelten aktuell unter anderem die folgenden Einschränkungen:
- nur Windows XP (32-Bit) oder Windows 7 (32-Bit)
- dürfen nur EIN disk image mit maximal 35Gb haben
Die virtuellen Desktops, welche vom kMGR erstellt und verwaltet werden, beinhalten das Desktop-Betriebssystem, eine oder mehrere Applikationen und den Kaviza Desktop Agent (kDA). Dieser ist für die Kommunikation mit dem kMGR zuständig und protokolliert Login-Vorgänge der Benutzer, sowie den Zustand der virtuellen Desktops. Zur Administration des kMGR steht eine Web-basierte Konsole bereit.
Existieren weitere Hypervisor mit installiertem kMGR, ist es sinnvoll, diese zu einem Kaviza Grid zu verbinden. Hierdurch wird eine Lastverteilung, eine Koordination der VM-Aktivitäten und Ausfallsicherheit gewährleistet. Da das Kaviza Grid selbständig verwaltet wird, ist die Verwendung von VMware HA, VMware DRS und vMotion nicht unterstützt.
Wie bei Sun VDI gibt es bei virtuellen Desktops von VDI-in-a-box die Möglichkeit diese einfach “mitzunehmen”. Dies bedeutet, dass, wenn der Benutzer sich vom Desktop eines Endgerätes trennt und sich an einem anderen Endgerät wieder anmeldet, er seinen zuvor benutzten Desktop 1:1 wieder vorfindet. Die Liste der Merkmale wird ergänzt durch zeitbasierte, dynamische Desktops, beispielsweise für Schichtarbeiter oder für Arbeiten im Lab, sowie durch statische und Kiosk-Mode Desktops. Bei der zuletzt genannten Möglichkeit wird nach jedem Gebrauch ein neuer Desktop zur Verfügung gestellt, welcher auch eingeschränkten Zugriff beinhalten kann.
Die Zielgruppe für VDI-in-a-box von Kaviza dürften in erster Linie Schulungs- und Testumgebungen oder auch die Produktionsumgebungen von kleineren bis mittelgroßen Firmen sein. Denkbar sind natürlich auch noch andere Einsatzgebiete.

