Artikel-Schlagworte: „VMware“

postheadericon winLonghorn64Guest not supported?!

Ich bin (k)ein großer Freund von obskuren Fehlermeldungen

  • Ausgesprochener Freund, weil dabei der Lösungsinstinkt anspringt.
  • Kein Freund, weil solche Meldungen klarerweise nicht sonderlich benutzerfreundlich sind.

Neulich beim VM-Deployment von einem fremderstellten 2008 Template gab es wieder eine besonders hübsche Fehlermeldung nach dem Klick auf ‘Finish’. Lösung anbei, um zukünftigen Problemsuchenden schneller auf die Sprünge zu helfen:

Clone virtual machine w2k8-se-de-64bit Customization of the guest operating system ‘winLonghorn64Guest’ is not supported in this configuration. Microsoft Vista (TM) and Linux guests with Logical Volume Manager are supported only for recent ESX host and VMware Tools versions. Refer to vCenter documentation for supported configurations.

Zugrunde lag dem keinesfalls eine Inkompatibilität, sondern lediglich eine fehlende VMware Tools Installation im Template … und ohne die Tools funktioniert das Customizing klarerweise nicht, denn dazu müssen Dateien und Befehle ins Gast-OS injiziert werden (ähnlich wie das übrigens die Virtual Guest Console macht und diese benötigt auch zwingend die Tools). Also VMware Tools installiert, weitere individuelle Anpassungen am Template vorgenommen und sich am einwandfrei funktionieren Deployment erfreut.

postheadericon vMotion ohne vMotion: Quick Migration

Schon seit ein paar Monaten (d.h. seit vSphere 4.1) dürfen sich Nutzer der Essentials Plus sowie der Standard Edition über vMotion freuen, was vorher den hochpreisigeren Editionen vorbehalten war.

Für all diejenigen, die Essentials Plus oder Standard nutzen, aber bis jetzt nicht auf 4.1 aktualisiert haben und ergo immer noch ohne vMotion auskommen müssen, sei hier das etwas betagtere aber dennoch hilfreiche Quick Migration Skript von Mike DiPetrillo erwähnt:
Interaktiv leitet dieses Quick Migration Skript durch einen Suspend-Unregister-Register-Resume Mechanismus, der eine VM kurzzeitig einfriert, auf einen anderen Host “verschiebt” und dort wieder weiterlaufen lässt. Falls man das Ganze geskriptet ablaufen lassen möchte (z.B. Evakuieren eines kompletten Hosts), existiert auch eine funktions-basierte Variante. Den Ablauf könnte man prinzipiell natürlich auch manuell vornehmen.

Man könnte aber auch einfach noch einen Grund mehr fürs Upgrade auf 4.1 ins Feld führen und sich nach erfolgtem Upgrade über vMotion out-of-the-box freuen.

postheadericon Webcast Nummer 7 – “Best of VMworld 2010 Europe”: Die Slides

Von der VMworld Europe 2010 hatten wir einiges an Eindrücken mitgebracht und vergangenen Dienstag im Rahmen unserer Webcast Reihe zusammengefasst wiedergegeben. Für alle, die nicht teilnehmen konnten oder alle, die auf die Links aus der Präsentation warten, gibt es hier nun die dazugehörigen Slides. Viel Spaß damit!

Die nächsten Webcast-Themen sind in Vorbereitung – wir werden wir Sie hier im Blog und über unseren E-Mail-Verteiler über Termine und Inhalte auf dem Laufenden halten. (Wenn wir Sie auf den Verteiler aufnehmen sollen, dann schreiben Sie eine Mail an virtualisierung@consol.de.)

postheadericon VMworld 2010: Labs

Als ob das Tagesprogramm mit Vorträgen nicht schon vollgepackt genug ist, warten hier auf der VMworld Europe ca. 30 Labs auf den freudigen Besucher. Die Themenbandbreite erstreckt sich über die komplette VMware Produktpalette, d.h. wer schon immer mal mit SRM, Capacity IQ, Zimbra, vShield oder ThinApp oder oder oder spielen wollte, hat hier ausreichend Möglichkeit dazu. Das Setup ist nicht von schlechten Eltern und lebt bei zwei Cloud-Providern in Europa und an der Ostküste der USA. 450 Lab Plätze mit Thin Clients werden zum Zugriff verwendet, wobei von jeder Station jedes beliebige Lab genutzt werden kann. Frage ist nur, wie man das alles in den besagt vollen Tag packen will, denn die Labs schließen ihre Tore um 18:00 Uhr.


Zufälligerweise saßen wir beim Mittagessen mit Duncan Epping und einem weiteren Speaker von VMware am gleichen Tisch. Da das Setup in der Cloud lebt, kam die Frage auf, ob die Lab Umgebung nicht auch noch ein paar Tage/Wochen nach der Konferenz zur Verfügung stehen könnte? Prinzipiell ja, einziger Knackpunkt: Zum Betrieb der Umgebung sind ca. 15 Mann nötig, die natürlich bezahlt werden wollen. Daher die Gegenfrage, die wir hier interessehalber weiterreichen:
Wären Sie bereit 500 Euro (als Aufpreis zur Messe oder ggf. auch gesondert) zu bezahlen, um ein halbes Jahr Zugriff auf eine solche Umgebung zu haben?

Wir bitten Sie daher rege an unserer Umfrage teilzunehmen. Wir sind schon gespannt auf das Ergebnis und werden dieses im Rahmen unseres Webcasts am kommenden Dienstag präsentieren.

postheadericon VMworld 2010: wolkige Datenbanken

God Dag, wie man hier in Kopenhagen so schön sagt. Von der Virtualisierung von Tier 1 Anwendungen, wie z.B. zentralen Datenbanken, wird in vielen Fällen Abstand genommen, insbesonders hinsichtlich I/O- und Ausfallsicherheits-Anforderungen. Da wir der Meinung sind, dass Virtualisierungen und Datenbanken sich nicht gegenseitig ausschließen müssen, habe mich heute der offiziellen Indoktrination unterzogen, d.h. fleißig zugehört, wie VMware zu den führenden Datenbank-Systemen Oracle und Microsoft SQL-Server steht. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass VMware die Virtualisierung von Datenbanken empfiehlt – war auch nicht wirklich anders zu erwarten :-)

Zentrale Punkte der Vorträge zu beiden Datenbankensystemen waren die Aspekte Performance, Verfügbarkeit und Lizenzierung sowie die daraus resultierenden Kosten.

Performance

Im Vergleich zu einer Lösung mit nativer Hardware ist bei virtualisierten DB-Umgebungen mit Performance-Einbußen in der Größenordnung von 5-10% zu rechnen. Best-Practices und Empfehlungen, um diese Zahlen auch wirklich zu erreichen, werde ich im Rahmen unseres Webcasts am kommenden Dienstag geben.

Verfügbarkeit

Brauche ich einen RAC oder einen Microsoft Cluster – oder kann ich das Thema Hochverfügbarkeit auch mit den VMware-Mitteln Fault Tolerance, HA, DRS und VMotion bedienen? Aus meiner Sicht bietet VMware auf jeden Fall kostengünstige Alternativen, deren Einsatzmöglichkeit von Kunde zu Kunde im Einzelfall evaluiert werden müssen. Grundsätzlich stimme ich dem hier vorherrschenden Tenor zu, dass das Business zu entscheiden hat, welchen Preis es für welchen Level an Ausfallsicherheit zu zahlen bereit ist. Darauf aufbauend müssen die SLAs und folglich auch die passende IT Infrastruktur abgeleitet werden.

Lizenzierung

Das Thema Lizenzierung ist besonders von zwei Seiten interessant. Zum einen basieren die Lizenzierungs-Modelle sowohl von Oracle als auch von Microsoft auf der Anzahl der Computer oder der CPUs (physical Cores). Wenn ich also durch den Einsatz von VMware die Packungsdichte pro Server erhöhe und mehrere Datenbanken auf einem ESX-Host platziere, kann ich ggf. die pure Anzahl an Lizenzen reduzieren.

Zum anderen kann ich durch “alternatives Clustering” (siehe Abschnitt oben zu Verfügbarkeit) hochverfügbare Applikationen auch mit dem Einsatz von Standard-Versionen der Datenbanksysteme erhalten. Teure Komponenten wie beispielsweise Oracle RAC und Microsoft Cluster werden ggf. nicht mehr benötigt.

Nähere Informationen zum Thema “VMware und Datenbanken” sind auch unter http://www.vmware.com/solutions/business-critical-apps/ zu finden.

Zertifizierung

Noch ein Wort zum Thema “Oracle zertifiziert kein VMware!”. Das ist richtig, liegt aber auch daran, dass Oracle grundsätzlich nur Betriebssystem-Hersteller zertifiziert. Oracle wird beispielsweise auch keine Brocade Switches zertifizieren. Allerdings hat Oracle Red Hat Linux als OS zertifiziert und VMware Red Hat Linux als Gastsystem – indirekt ist VMware also durchaus zertifiziert.

Daher die klare Aussage von VMware: No Worries!